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Datenbank Betriebsvereinbarungen



Thema: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

1.2 Erfassung psychischer Belastungen
1.2.4 Feinanalyse mit Interviews und Workshops

Es gibt hierzu 10 Textauszüge

Textauszug: Vereinbarung Chemische Industrie 2014
Ergebnispräsentation, Feinanalyse in Mitarbeiter-Workshops und Lösungsvorschläge
Die Ergebnisse der Befragung werden jedem Teilnehmer, dem jeweiligen Vorgesetzten, der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt und dem Betriebsrat gruppenweise zusammengefasst in schriftlicher Form zur Verfügung gestellt. Je größer die Abweichungen zwischen Real- und Wunschzahl ist, desto größer ist der Klärungs- und Handlungsbedarf.
Wenn aus der Befragung Handlungsbedarf sichtbar wird, wird für die jeweiligen Gruppen ein von einem externen Experten moderierter Workshop durchgeführt.
Das Koordinierungsteam legt Prioritäten und die Abfolge der Workshops, ggf. nach Beratung mit dem externen Experten, fest.
Hierbei werden der Gruppe die Ergebnisse der Befragung präsentiert und folgende Inhalte behandelt:
- Sichtbarmachen von dem, was im Besonderen Probleme und Belastungen bereitet
- Klärung der vermeidbaren und unvermeidbaren Belastungen
- Diskussion der Ergebnisse und
- Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation.
Vom externen Experten wird nach jedem Workshop ein Bericht erstellt und jeweils mit den Teilnehmern abgestimmt.
Wird von dem externen Experten der Bedarf erkannt, können nach Absprache mit dem Koordinierungsteam und der Geschäftsführung Einzelinterviews angeboten werden.
Vorgehensweise nach dem Workshop
In Abstimmung mit den Teilnehmern des Workshops und dem Vorgesetzten erstellt der externe Experte einen Gesamtbericht und schlägt einen Maßnahmenplan vor. Er präsentiert Kernpunkte der Ergebnisse und den Maßnahmenplan im Koordinierungsteam. Bei der Festlegung der Maßnahmen ist das TOP-Prinzip einzuhalten.
Der jeweilige Vorgesetzte trifft Entscheidungen für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, erstellt daraus zeitnah, jedoch spätestens 3 Monate nach der Präsentation einen Umsetzungsplan. Darüber hinaus legt er Kriterien zur Überprüfung sowie Verantwortliche, Zeitrahmen und Evaluationstermin fest.
Auf Empfehlung des externen Experten kann in Einzelfällen durch das Koordinierungsteam ein kürzerer Zeitraum festgelegt werden.
Der Vorgesetzte stellt den Umsetzungsplan, die Kriterien zur Überprüfung, die Verantwortlichen, den Zeitrahmen und den Evaluationstermin allen beteiligten Befragten vor. Das Koordinierungsteam erhält eine Kopie davon.
Umsetzung der Maßnahmen und Nachverfolgung
Der Vorgesetzte ist verantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen. Der ASA überprüft auf seinem SOS-Rundgang stichprobenartig die Umsetzung der Maßnahmenpläne. Die Unternehmensleitung informiert das Koordinierungsteam regelmäßig über die Umsetzung der Maßnahmen.
HBS-Datenbank-Nr: 060700 /488
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